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Warum habe ich nicht "Nein" gesagt?

Wer kennt das nicht?

Eigentlich wollte man “Nein” sagen, aber dann hat man doch wieder “das Bonbon an der Hose”, hilft den Kollegen, unterstützt, hat dann doch alles auf dem Schreibtisch, zieht das ganze Wochenende mit Freunden um, obwohl man eigentlich andere Pläne hatte, verleiht Geld oder kauft etwas, weil man sich nicht traut “Nein” zur Verkäuferin zu sagen.

 

Viele von uns, können einfach nicht “Nein” sagen. Weil sich sofort das schlechte Gewissen breit macht und/oder man den anderen nicht enttäuschen möchte, weil es unhöflich ist und man sich schuldig fühlt.

 

Dabei finde ich es nicht schlimm, freundlich “Nein” zu sagen, es muss ja nicht gleich “Mach deinen Scheiss doch selber” lauten, sondern schlicht und einfach “Nein”.

Und ich es finde es umgekehrt auch in Ordnung, wenn mir jemand eine Absage erteilt.

 

Und “Nein” heißt auch “Nein”. Es ist tatsächlich ein ganzer Satz, dem es keiner weiteren Erklärung oder Rechtfertigung bedarf. Eigentlich. Aber so einfach ist das natürlich nicht.

 

Nein kann in Stress ausarten

Während man freundlich und höflich bleiben will gegenüber Kollegen, Freunden und der Familie, wird die eigene To Do Liste immer länger, weil man seine eigenen Wünsche, Ziele und Projekte hinten anstellen muss.

Wir wissen alle wie hoch der Preis für ein allzu schnelles “Ja” seine kann. Hätte ich doch bloß “Nein” gesagt.

Fazit: Nur die Dinge annehmen, für die wirklich Zeit und Muße da ist. Es ist niemandem geholfen, wenn man sich das Bein ausreißt und dann im Stress versinkt.

 

Wenn alle "Ja" sagen

“Oh was für eine tolle Idee, Chef. Na klar gehen wir alle zusammen nach der Arbeit in das neue vegane Restaurant”. Aber eigentlich hat keiner Bock. Dann doch gleich lieber “Nein”.

Ich finde, es gibt nichts Schlimmeres, als ein geheucheltes, falsches “Ja”, dann lieber ein ehrliches “Nein”. Da weiss jeder woran er ist. Und einem unehrlichen “Ja” folgt gleich das nächste, denn weil es “ja so lecker und schön war wiederholen wir das wieder”. Na Herzlichen Glückwunsch.

Fazit: Keinem “Ja-Sager” ist geholfen, das frustriert nur und man lässt bestimmen, anstatt selbst zu bestimmen.

 

Kannst Du mal schnell…dauert auch nicht lange

Der schlimmst Fehler ist, hier gleich “Ja” zu sagen. Denn wir alle wissen, schnell ist das nicht erledigt. Egal, ob privat oder im Job. Natürlich hilft man, wenn es passt und sein eigenes Zeitmanagement nicht in Gefahr gerät, denn während der, der abgibt Feierabend macht, hockst Du noch an einem Projekt.

Fazit: Nicht sofort, ja sagen, sondern “Im Moment kann ich Dir nicht helfen, ich muss einen Moment darüber nachdenken. Ich komme in fünf Minuten zu dir und sage Dir Bescheid.”

Das verschafft Zeit, man kann tatsächlich abwägen und wird nicht überrumpelt.

 

Denk auch an Dich

Wem es schwer fällt, “Nein” zu sagen, der stellt auch seine eigenen Bedürfnisse oft hinten an. Auf Dauer laugt das aus und macht unzufrieden. Vergiss nicht: Du bist auch wichtig!

Fazit: Deine Zeit ist genauso wichtig wie die der anderen und deine Power ist auch nicht endlos und es steht dir – genau wie jedem anderen zu – gut für Dich zu sorgen und eben auch “Nein” sagen zu dürfen.

 

Wie ist es mit Euch? Wie einfach oder schwer fällt es Euch “Nein” zu sagen.

 

Ich bin gespannt und wünsche Euch eine schöne Woche,

 

Eure Yvonne






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Kommentare: 1
  • #1

    Sigi (Donnerstag, 04 April 2019 14:17)

    Nein sagen ist schwer - man will ja keinen vor den Kopf stossen - allen gefallen! Aber wahre Größe zeigt man, wenn man nein sagt! Tolles Thema Yvonne - weiter so